4 Dezember 2018

Ende der Schifffahrtsaison 2018 am Gleiwitzer Kanal und an der Oder. Mehr als 200 Tsd. Kohle sind in Richtung der Breslauer Heizkraftwerks gefahren

Die Schifffahrtsaison 2018 am Gleiwitzer Kanal und an der Oder ist zu Ende gegangen. Aus dem Gleiwitzer Hafen sind in Richtung Breslau insgesamt 421 Barken mit der Kohle zu Energiegewinnungszwecken herausgefahren. Die Gesamtmenge des auf dem Wasserweg zum Breslauer Heizkraftwerk gelieferten Rohstoffes betrug 206 808 Tonnen, um 63% mehr als in der vorherigen Schifffahrtsaison. Die Fracht wurde in 105 Zügen zum Hafen geliefert, und die Gesamtmenge der verladenen Waggons betrug 3 834 Stück.

Die Lieferung des Energiebrennstoffes zum Heizkraftwerk in Breslau stellt eine intermodalen logistische Kette dar, die 2 Transportzweige verwendet: Eisenbahngütertransport und Binnenschifffahrt. Für die Organisation des ganzen Beförderungsweges der Kohle war die Kapitalgruppe OT Logistics verantwortlich, wobei auch einige Unterauftragnehmer zur Realisierung des Prozesses dazugeholt wurden. Die aus dem Gleiwitzer Bergwerk stammende Kohle wird auf dem Wege des Einsenbahngütertransports zum Gleiwitzer Hafen befördert. Der Frachführer auf diesem Abschnitt ist der nationale Betreiber PKP Cargo SA (AG) und der Spediteur – die Firma Rentrans International Spedition Sp. z o.o. (GmbH des polnischen Rechts). Die Verladung der Kohle von den Waggons auf die Barken übernimmt Śląskie Centrum Logistyki S.A. (Schlesisches Logistikzentrum AG), die der Verwalter des Hafens in Gleiwitz ist. Die Schifffahrt am Gleiwitzer Kanal und an der Oder ist aber schon die Domäne der Firma OT Logistics AG, der größten Binnenreederei in Polen.

– Die diesjährige Schiffahrtsaison an der Oder war sehr gelungen. Dank der Zusammenarbeit mit dem Schlesischen Logistikzentrum und unseren Partnern vergrößerten wir das Volumen der Umladungen um 63% YOY bis zu ca. 207 Tsd. Tonnen. Ganz besonders freut uns die Tatsache, dass die regelmäßigen Warentransporte an die Oder und an den Gleiwitzer Kanal zurückgekehrt sind. Dennoch nutzen wir auch weiterhin das Potential der Binnenwege in geringem Maße. Wir rechnen damit, dass die mit der Schiffbarmachung der Oder-Wasserstraße verbundenen Investitionen, solche wie die kürzliche Beendung der Staustufe in Malczyce (Maltsch), zur größeren Zahl der Transporte, auch auf längeren Strecken, beitragen werden – sagt Andrzej Klimek, stellvertretender Geschäftsführer von OT Logistics.

– Unsere Möglichkeiten der Umladung der Massenwaren sind beachtlich größer als die erwähnten 207 Tsd. Tonnen Kohle und reichen etwa bis 1 Mio. Tonnen jährlich. Wir modernisieren allmählich unsere Hafenkräne und unsere Infrastruktur. Wir sind auch bereit zur Investition in neue Umladungsgeräte, falls es erforderlich sein wird – fügt Robert Goc, Entwicklungsdirektor im Schlesischen Logistikzentrum AG hinzu

Auch die weiteren auf die Verbesserung der Navigationsbedingungen hinzielenden Maßnahmen an der Oder sind der Erwähnung wert. Am 19. November 2018 fand im Sitz des Ministeriums für Meereswirtschaft und Binnenschifffahrt ein Treffen statt, bei dem der Minister Marek Gróbarczyk die Unterzeichnung der Absichtserklärung in der Sache des Baus neuer Staustufen initiierte. Wie der Minister bemerkte, befinden sich die Vorbereitungen zur Modernisierung der Weichsel und der Oder in einer fortgeschrittenen Phase.  Die neuen Staustufen im mittleren Verlauf der Oder werden in Verbindung mit den  Schifffahrtskanälen Oder-Spree und Havel-Oder eine reguläre Schifffahrt von Gleiwitz   nach Swinemünde erlauben.